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Das Playbackprogramm -
Raffiniert serviert von Gabi Sutter



Gut bekömmliche, leicht verdauliche Kost, die sich rund um das Essen und die Männer dreht. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen, und zur Liebe wiederum braucht frau die Männer. Aber die sind weiß Gott keine Götter, im Gegenteil!

Davon weiß die Künstlerin mehr als ein Liedchen zu singen.
Und am Ende bekommen Sie bei diesem musikalischen Cocktail Ihr Fett weg, und das besonders amüsant.

Mit bekannten Melodien, ob Swing, Oper, Schlager , Soul und einer Brise Hollaender und Neumann, auf Klassik angemacht, serviert Gabi Sutter mit ihren spritzigen, originellen Texten komische Komödien und Tragödien zum Thema Essen, bei dem ein kräftiger Schluck Champagner nicht fehlen darf.

Wohl bekomm’s!
…und verführerischem Décolleté faszinierte Gabi Sutter. Eine Prickelnde Mischung aus Flintenweib und Femme Fatale. Ob Swing, Boogie-Woogie oder Chanson: Sie hat Feuer im Rachen, röhrt zwischendrin sogar wie Louis Amstrong.
…die stimmliche Erinnerungen an Marlene Dietrich, Hildegard Knef und Ute Lemper aufkommen ließen.

Gabi Sutter kann wirklich singen: sie trifft den Tonfall der Weillschen Songs genauso wie sie eine Opernarie parodieren kann. Sie kiekst u. gackert so wie Nina Hagen, schmettert mit voller Stimme im Milva-Stil und piepst im nächsten Moment wie ein Stimmbruchteenie …
(Münstersche Zeitung)
 

Der Vamp auf der Trittleiter
Komödiantin Gaby Sutter mixt Erotik, Slapstick und viel Stimme

MÜNSTER • Der erste Titel war gleich provokant gewählt: „Swingerpärchen" hieß das Debüt Programm des Musikkabarett Duos „Frau Sutter & Herr Schmitz" am Freitag im Bennohaus.

Die freche Mischung aus neu eingedeutschten Swingklassikern und humoristischen Seitenhieben überzeugte, etwa wenn aus „Strangers in the Night" ganz locker „Ich hab Viren im PC" wurde.

Mit hellblauer Perücke im Cabaret Stil, silbernen Handschuhen und verführerischem Dekolletee faszinierte Gaby Sutter. Eine prickelnde Mischung aus Flintenweib und Femme fatale. Ob Swing, Boogie Woogie oder Chanson: Sie hat Feuer im Rachen, röhrt zwischendrin sogar wie Louis Armstrong. Wunderbar auch die ständigen Unterbrechungen in der Show, wenn Frau Sutter mit ihrem Pianisten Herrn Schmitz rumzickt oder dieser ihr mit einem opernhaften Gesangssolo („ juve juwe Juwelen") genüsslich in die Parade fährt.

Hingebungsvoll karikierte Sutter auch Michelle Pfeiffer in „Die fabelhaften Bakerboys" und räkelte sich lasziv auf dem schwarzen Flügel. Allerdings benötigte sie eine Trittleiter, um in bestem Slapstick überhaupt auf das Instrument zu kommen.

Knef, Lemper, Sutter

Das „Swingerpärchen" verzauberte das Publikum mit einer zweistündigen Revue, die manche Big Band an die Wand gespielt hätte und stimmlich Erinnerungen an Marlene Dietrich, Hildegard Knef und Ute Lemper, aufkommen ließ.

Das Ganze gut gewürzt mit moderner Comedy, die nie die Bodenhaftung des guten Geschmacks verlor. Frau Sutter suchte etwa händeringend nach dem neuen Mann, „der einfach alles kann", zeigte sich dann aber zufrieden, wenn es doch wieder mal nur ein neues Kleid war. Wie wahr, seufzte manche Zuschauerin.

Schön, dass Gaby Sutter in Berlin ihre Koffer packte und sich Münster als neues Domizil aussuchte. Das kann die heimische Kulturszene nur bereichern. Peter Sauer