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HILDEGARD KNEF - IHR LEBEN, IHRE LIEDER
eine Hommage an Hildegard Knef



© Foto: Detlef Held

Ein unterhaltsames Programm, das vielen unter die Haut ging, erlebten die Besucher in der ausverkauften Kulturwerkstatt in Altenberge. Dort lieferten Sägerin Gabi Sutter und Kabarettist Markus von Hagen dem Publikum einen beeindruckenden Knef-Abend. Dieser wurde zu einer beeindruckenden Hommage an die Berliner Ausnahmekünstlerin, deren Wiege in Ulm stand und die 2002 in Berlin starb.
Von Detlef Held

Westfälische Nachrichten, 18. 3. 2018

„Von nun an ging`s bergab“ war der erste bekannte Song von „Hildchen Knef, den Sängerin Gabi Sutter am Freitagabend dem erwartungsvollen Publikum in der ausverkauften Kulturwerkstatt zum Besten gab. Und gleich spürten irgendwie alle, dass diese Hommage an die weltberühmte Berlinerin, deren Wiege in Ulm stand, aber in der deutschen Hauptstadt aufwuchs, noch einiges erwarten ließ. Sie wurden nicht enttäuscht. Auch deswegen nicht, da einige die „Knef“ noch gut in Erinnerung hatten, als nicht angepasste Diva, die eigentlich immer wusste, was sie wollte, vor allem aber auch was sie nicht wollte.

Dafür sorgte neben Gabi Sutter auch Kabarettist Markus von Hagen, den er zwischen den Liedvorträgen mit den weltberühmten, zumeist selbst geschriebenen Liedern der Knef anschaulich ihre Gefühlslage, die damalige Zeit, aber auch die Höhen und Tiefen der deutschen Ausnahmekünstlerin, die in Berlin, in Hollywood und vor allem auch am Broadway zu den gefeierten Stars gehörte, nahe brachte. Und von Hagen machte auch deutlich, dass sie für ihre Träume und ihre Karriere, die durchaus Zickzackkurven aufwies, stets kämpfen musste.

Was „Hildchen“ auszeichnete, war, dass sie trotz vieler Rückschläge immer wieder aufstand und zu dem wurde, was sie war: ein Weltstar. Denn wer wusste schon genau, dass die Schauspielerin, Sängerin, Text- und Liederschreiberin und Buchautorin drei Mal verheiratet war, zahlreiche Affären hatte, denen sie keinesfalls nachtrauerte, auch weil sie niemals eingeengt leben wollte. Auch dafür liebte man sie. Vieles davon wurde auch in ihren Liedern deutlich, die von Gabi Sutter im Stile der Knef nahezu perfekt vorgetragen wurden. Dabei ging es nicht um bloße Eins-zu-eins-Wiedergabe, sondern um eine zeitgemäße Interpretation der Knef-Klassiker. Die Besucher genossen das unterhaltsames Programm, das vielen unter die Haut ging.

Detlef Held


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