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BERLIN - PARIS
Eine musikalische Reise



Genießen Sie zuerst die Berliner Luft mit Paul Lincke, Claire Waldoff bis hin zu Walter Kollo, wo keen Oooge trocken bleibt, und tauchen Sie dann in das Pariser Flair ein.

Stürmisch bis leidenschaftlich, aber auch leise und melancholisch kredenzt die Sutter Ihnen neben Edith Piaf andere bekannte Interpreten. Französische Spezialitäten, die auf der Zunge zergehen.

Und begleitet wird die vielseitige Sängerin von Herrn Uhlenbusch, der virtuos auf den Tasten und Knöpfen des Akkordeons spielt.

Ob Berliner Kodderschnauze oder französische Nonchalance, Sie werden voll auf Ihre Kosten kommen.

Ein unvergesslicher Abend, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Bon Appetit


„Ick lieb' Berlin!“
Gabi Sutters gesangliches Bekenntnis zur Hauptstadt
Von Isabella Glogger

Münster. Achtung, Vorurteile: Der Münsteraner ist wortkarg, ein bisschen steil und zurückhaltend. Der Berliner hingegen hat die berühmt berüchtigte Schnauze. gibt sich keck, offen und bisweilen etwas ordinär. Doch weil es sich so schön mit diesen Klischees spielen lässt, bediente sich die Sängerin Gabi Sutter bei der Domstadt Premiere ihres Programms „Berliner Bonbons" nur allzu gerne daran. So schwieg „Herr Uhlenbusch", der Münsteraner am Akkordeon, zumeist, während Sutter redete, was die Zunge und der von einer Erkältung geplagte Hals zuließen. Zusammen boten die beiden am Samstagabend im „Le Midi" beste musikalische Unterhaltung.

Dabei war der Titel des Abends Programm. Denn jedes der Lieder drehte sich um die Hauptstadt:
Sutter sang vom bekannten Koffer, den Marlene Dietrich noch in Berlin hat,beklagte im nächsten Moment das harte Leben der Berliner in Stücken unbekannter Komponisten, um sich dann wieder ganz ungeezügelt in den musikaischen Werken von Claire Waldoff über die Männerwelt zu beklagen. Doch egal, ob Liebeshymne oder Schimpftirade die Sängerin stand stets zu ihrem Motto: „Ick lieb' Berlin." Und diese Aussage nahm man Sutter ab, vermochte sie doch ebenso herrlich zu berlinern, wie auf Hochdeutsch Geschichten und Texte rund um das Leben in der Hauptstadt zu erzählen und anzustimmen.

Zuvor als „Multitalent" angekündigt, konnte Sutter vor allem auch durch ihre komische Ader überzeugen. Die Sängerin spielte gekonnt mit ihren Zuhörern: Da flogen Küsschen und schmachtende Blicke, wurde frivol der Strumpf zurechtgerückt. Das gefiel vor allem dem männlichen Publikum.

Gabi Sutter und Herr Uhlenbusch brachten Berliner Geschichten mit. Foto: igi

„Berliner Bonbons" war eine gelungene Mischung aus deutschem Chanson und Kabarett, aus Hochdeutsch und Berliner Schnauze. Das Publikum lachte herzhaft über die Klischees, ließ sich selbst aber nicht in die Schublade zu den Westfalen stecken. Denn nicht erst beim Abschlusslied, das aus Sutters Feder stammte, gingen sie stimmgewaltig mit.

Mit Fußpilz die Herzen erobert
Gabi Sutter und Udo Schmitz präsentierten einen beswingten Abend
Von Astrid Hilbert

Münster. Ein Mann, so schön wie ein Filmstar. Leider hatte er „Fußpilz an den Fersen und sogar zwischen den Zehen". Das ist wahrhaftig „ein Mann, den man, nicht vergisst", singt Frau Sutter auf die Melodie von „Feuer". Spätestens mit diesem Stück gewinnt das Swingerpärchen" auch das Herz des letzten Zuschauers. Die Probleme, die das Zusammenleben von Männern und Frauen häufig erschweren, sind bei der Premiere von Herr (Udo) Schmitz und Frau (Gabi) Sutter am Freitagabend im Bennohaus Programm.

Schmitz begleitet Sutter am Flügel. Doch ihn meint sie nicht mit dem „Mann wie ein Filmstar". Die beiden gehen auf der Bühne miteinander um wie Katz und Maus. Liedzeilen wie „Schießen sie doch auf den Pianisten!" lassen da aufhorchen. Und aus dem Duett ganz schnell ein musikalisches Duell.


Sieht ja nett aus, wie sich Gabi Sutter auf dem Klavier räkelt, während Udo Schmitz in die Tasten haut.
Doch die beiden haben finstere Gedanken. Foto: ani


Mit Strychnin würde Frau Sutter ihren Pianisten gern beseitigen, „Hauptsache er ist weg". Dieser träumt seinerseits davon sie los zu werden, indem er sie in Zellophan erstickt. Mit augenzwinkerndem Zynismus und bissigem Humor präsentiert das Pärchen ein unterhaltsames musikalisches Kabarett. Swing ist das Motto. Das wird bedient, schwungvoll und heiter.

Musikalisch nimmt es das Pärchen mit dem Swing nicht so genau. Da mischen sich auch mal ein bisschen Blues und diverse andere Genres drunter. Aber genau diese Mischung sorgt dann wieder für einen „beswingten" Abend.

So führen sie in jeder Hinsicht durch sämtliche Klischees. Die deutschen Texte zu den überwiegend bekannten Melodien wie „Strangers in the night", Gershwins „Summertime" oder die „Sentimental Journey" wurden von Gabi Sutter selbst umgeschrieben. Sutter nimmt kein Blatt vor den Mund. Beherzt singt sie auch über pikante Themen, etwa über Männer in Holzfällerhemd und Feinripp Unterwäsche, die man sich laut Sutter am besten nur anguckt, wenn sie das alles aus haben. Aber auch über Minister, die zwar gut reden können, aber nichts zu sagen haben, singt sie unverblümt.

Drum intoniert sie zu guter Letzt auch ganz ungeniert: „Das ist das letzte Wort, bitte gehen Sie jetzt fort". Das Publikum antwortete mit tosendem Applaus.

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